Alles Fake?

Über die Pluralität von Falschmeldungen.

André Wolf

Falschmeldungen, Fakes und Fake News: Übersicht zur Pluralität der (Des-) Informationsphänomene in sozialen Netzwerken

Informationen waren seit je her abhängig von dem Medium, über das sie übertragen wurden. Und eine Parallelerscheinung zu Informationen sind eben auch Falschmeldungen. In früheren Zeiten wurden Falschmeldungen eher durch Hörensagen weitergegeben, mündliche Traditionen lieferten immer schon Geschichtsstoff. Danach verbreiteten sich Nachrichten in Schriftform bis hin zum Printbereich und der Printpresse. Falschmeldungen schlichen sich gerade im Printbereich dann als klassische "Enten" in den Medien ein.

Und vor Jahren schon hat die elektronische Kommunikation ihren Siegeszug angetreten, mit im Gepäck natürlich die alten urbanen Legenden, aber auch neue Falschmeldungen. Anfangs verbreiteten sich Informationen auf elektronischem Wege über Telefax und SMS, danach mithilfe von E-Mail und mittlerweile über Messenger und sozialer Netzwerken. Kommunikation, Information und Falschmeldung ist also nicht neu, lediglich ihr Trägermedium ist immer anders.

Aber nicht nur das Trägermedium ändert sich stetig, auch der Charakter von Fakes und Falschmeldungen unterliegt einer Evolution, da diese sich auch immer ihren äußeren Umständen anpassen. Der Inhalt einer erfolgreichen Falschmeldung unterliegt dem Zeitgeist und den temporär primär vorherrschenden Ängsten und Befürchtungen. Womit kann man Angst erzeugen? Womit kann man Emotionen entfachen? Hier liegt der inhaltliche Grundstein.

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