Vorlesungsaufzeichnung an der Uni - vollautomatisch

Jan Koppe

Im letzten Wintersemester hat die WWU Münster über 17 Hörsäle verteilt knapp 500 Vorlesungen aufgezeichnet - fast vollständig automatisiert. Wieso man diese Aufzeichnungen erstellen möchte und wie man das ganze technisch und hochschulpolitisch umsetzen kann soll als Überblick und Anleitung dargestellt werden.

Geboren aus einer AStA-Initiative erstellt die WWU Münster seit einigen Semestern mit Erlaubnis der Dozierenden Aufzeichnungen der Vorlesungen in Bild & Ton. Diese Aufzeichnungen werden von den Studierenden rege genutzt und stellen eine wertvolle Erweiterung des Lehrangebots dar. Der Nutzen reicht hier zum Beispiel von der Prüfungsvorbereitung über die Nachbereitung bei Krankheitsversäumnisen oder zur Entschärfung von terminlichen Überschneidungen - sowohl durch Gegenveranstaltung oder Arbeitszeiten.

Um dieses Angebot möglichst flächendeckend bereitstellen zu können haben wir freie, quelloffene Software wie Opencast und pyCA eingesetzt und zusätzliche technische Lösungen selbst entwickelt. Das Ergebnis ist die Ausstattung von 21 und mehr Hörsälen mit vollautomatisierter Aufzeichnungstechnik in hoher Qualität, eine nahtlose Einbindung in bestehende digitale Lernplattformen und das Potenzial für viele neue didaktische Angebote.

Diese Technik möchte ich vorstellen, Anpassungsmöglichkeiten für andere Örtlichkeiten aufzeigen und berichten wie Dozierende und Studierende auf das Angebot reagieren.

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