Für den durchschnittlichen westlichen Betrachter sind derzeit verfügbare Karten
auf Openstreetmap-Basis in Gegenden, die nicht mit lateinischer Schrift bezeichnet sind,
oft nahezu unlesbar.
Zur Lösung dieses Problems verwendet der deutsche Kartenstil einen vom Renderer
unabhängigen Ansatz. Zum Einsatz kommen Lokalisierungsfunktionen, die lesbare Namen
erzeugen. Implementiert wurden diese als sogenannte „stored procedures“ in der
PostrgreSQL-Datenbank, die die Openstreetmap-Daten enthält. Die bevorzugte lateinische
Zielsprache der Funktionen (deutsch, englisch, …) ist einstellbar. Der Vortrag beschreibt
die derzeitige Arbeitsweise dieser Funktionen und gibt einen Ausblick auf deren
potenzielle Erweiterbarkeit.
Im Gegensatz zu herkömmlichen Geodaten enthält die Openstreetmap-Datenbank bereits viele,
von Mappern weltweit erfasste, lokalisierte Daten. Diese sollten verwendet werden, wann
immer das möglich ist (Beispiel: Japan statt 日本). Die automatisierte Umschrift
(Transliteration) dient als Alternative, wenn keine lateinischen Namen in der Datenbank
vorhanden sind
Insbesondere die Transliteration birgt eine Vielzahl von Fallstricken. Hierbei bedarf es
vieler schrift- oder sprachabhängiger Lösungen. Einige wurden bereits implementiert und
werden im Vortrag vorgestellt. Andere Probleme, die nur schwer lösbar erscheinen, werden
ebenfalls vorgestellt.
Des Weiteren wird am Ende des Vortrages noch kurz auf politische Probleme bei der
Lokalisierung von Karten eingegangen.
Der Vortrag stellt die Implementierung von Lokalisierungsfunktionen als
sogenannte „stored procedures“ in PostrgreSQL vor, die zur Latinisierung des deutschen
Kartenstils eingesetzt wird.
Als Datenquelle dient die OSM-Datenbank selbst, die bereits viele lokalisierte Namen
enthält. Fehlen diese erfolgt alternativ die automatisierte Umschrift (Transliteration).
Die Transliteration birgt jedoch eine Vielzahl von Problemen, die schrift- oder
sprachabhängige Lösungen benötigen. Der Vortrag stellt sowohl die Implementierung solcher
Lösungen als auch Probleme, die nur schwer lösbar erscheinen, vor.