Social Media in Südkorea: Staatliches Machtinstrument vs. „fünfte Gewalt“ in einer defekten Demokratie

Ok-Hee Jeong

Seit der Gründung der Republik 1948 herrschten jahrzehntelang Diktatoren über Südkorea. Erst Ende 1980 gelang es den Bürgern, sich die Demokratie zu erkämpfen. Dennoch ist das Erbe der Diktaturzeit immer noch nicht überwunden. Mittlerweile nennt sich Südkorea stolz eine „digitale Supermacht“. Nirgendwo sonst ist die Infrastruktur des Internets so fortgeschritten wie in Südkorea, die Internetverbindung so schnell und die sozialen Netzwerke so unentbehrlich. Der Geheimdienst und eine Cybereinheit des Militärs machten sich bei der Präsidentschaftswahl 2012 genau das zunutze und führten mithilfe der Social Media für den Wahlsieg der jetzigen Präsidentin Park Geun-Hye verdeckt Wahlkampf. Wie der Staat mithilfe der Social Media die Bürger manipuliert und lenkt, aber gleichzeitig wie unentbehrlich die Rolle der Social Media als „fünfte Gewalt“ in dieser defekten Demokratie ist, soll in diesem Beitrag anhand einiger Beispiele beleuchtet werden.

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