Correcting Copywrongs

Die Reform des EU-Urheberrechts

Julia Reda

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Im Jahr 2001 gab es noch kein YouTube, kein Facebook oder Twitter. Selbst die Wikipedia steckte noch in den Kinderschuhen. Aus dem gleichen Jahr stammt die europäische Regelung des Urheberrechts. Der Austausch von Wissen und Kultur im Internet und über Landesgrenzen hinweg ist mittlerweile eine Selbstverständlichkeit geworden. Die europäische Gesetzgebung wurde von dieser Realität mittlerweile weit abgehängt. Daher verstoßen wir fast alle täglich gegen das Urheberrecht. Dies betrifft auch Unternehmen und öffentliche Einrichtungen. Das Europäische Parlament hat deswegen im vergangenen Sommer Pläne für eine zeitgemäße Urheberrechtsreform vorgestellt, deren Ziel ist, Grenzen für den Austausch von Wissen und Kultur zu überwinden und das Internet und seine Möglichkeiten etwa für Forschung und Lehre nutzbar zu machen.


Die nächsten Schritte hat die EU-Kommission jetzt schon angekündigt, mit dem Entwurf zur Portabilität sollen Dienste wie Netflix bald auch auf Reisen genutzt werden können. Weitere Gesetzesinitiativen sind für den Sommer 2016 angekündigt. Ob diese Schritte ausreichen werden, um der Realität einer neuen Generation, für die das Internet die Grundlage der grenzenlosen Kommunikation geworden ist, gerecht zu werden, ist Gegenstand von Julia Redas Vortrag.


Julia Reda ist Abgeordnete der Piratenpartei im Europäischen Parlament. Der Fokus ihrer politischen Arbeit liegt auf der Reform des Urheberrechts, die sie als Berichterstatterin des 2015 verabschiedeten Berichts des Europaparlaments zur Evalutation der EU-Urheberrechtsrichtlinie vorantreibt. Sie ist Vizepräsidentin der Fraktion Grüne/EFA und Mitglied des Rechtsausschusses, der sich federführend mit Immaterialgüterrechten befasst. Außerdem ist sie Mitglied im Untersuchungsausschuss zum Abgasskandal sowie im Ausschuss für Binnenmarkt und Verbraucherschutz, dem Petitionsausschuss.

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