Kindgerechte Systemarchitektur: Die Open Source-Musikbox “TonBERRY pico”
Tonieboxen sind beliebt, zwingen aber in ein geschlossenes Ökosystem. Der [TonBERRY pico](https://github.com/tonberry-pico/tonberry-pico) ist ein freier und quelloffener Nachbau auf Basis des Raspberry Pi Pico W. In diesem Talk zeigen wir, wie dieses Projekt entstand:
Von der Definition von Anforderungen über erste Steckbrettaufbauten, Integration widerspenstiger Hard- und Softwarekomponenten in C und Python, hin zum fertigen KiCad-Hardware-Design (ohne SMD-Löten) und einer Web-App zur Musikverwaltung auf dem Mikrocontroller.
Jeder, der Kinder im entsprechenden Alter hat oder kennt, kennt auch die Toniebox: Das Bedienkonzept (Figur draufstellen, Hörspiel spielt) ist genial einfach, aber als Hacker:in stört man sich unweigerlich an den Nachteilen: Cloud-Zwang, geschlossenes System und teure proprietäre Figuren.
Zwar gibt es mit dem TonUINO (Arduino + DFPlayer) bereits ein tolles Community-Projekt, das Konzept ist jedoch mittlerweile etwas in die Jahre gekommen: Will man neue Lieder hinzufügen, muss man die SD-Karte ausbauen und ein paar andere, unnötige Hürden überwinden.
Hier setzt TonBERRY pico an. Das Ziel des Projekts: Die einfache Nachbaubarkeit mit Modulen und ohne SMD-Löten beibehalten, aber das System auf eine moderne Soft- und Hardwarearchitektur heben. Wir zeigen euch welche Anforderungen und Leitplanken wir uns gesetzt haben, wie wir (mehr oder weniger) geeignete Hard- und Software-Komponenten ausgewählt haben, und was es brauchte um diese Ideen zu einem tatsächlich funktionierenden Gerät zu machen.
Dieser Talk richtet sich an alle Maker:innen, Eltern mit Basteldrang und Leute, die weniger Cloud im Kinderzimmer haben möchten.
Licensed to the public under https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/