Automatische Erkennung der Projektion von Geodaten
Auch heutzutage gibt es Geodatenlieferungen mit unbekannter oder falscher
Projektion. Sehr gute Kenntnisse über Koordinatensysteme sind nötig, um die gelieferten
Geodaten rasch in ein bestehendes GIS-Projekt lagerichtig zu integrieren. Für
GIS-Fachunkundige bedeuten solche Unklarheiten immer wieder erneuten enormen
Einarbeitungsaufwand.
In dieser Einreichung wird ein GIS-Programm aufbauend auf einem OpenSource GIS-Testservice
von Aaron Racicot als Lösungsvorschlag der beschriebenen Problematik vorgestellt. Das
Programm mit dem Namen SHAPEFILE PROJECTIONFINDER wertet ein ausgewähltes Shapefile mit
unbekannter Projektion (ohne PRJ-Datei) in Kombination mit einer geographischen
Referenzkoordinate aus und erhält automatisch nach Anfrage beim bestehenden
GIS-Testservice von Aaron Racicot eine Liste möglicher zutreffender Projektionen. Nach
händischer Auswahl wird für jede ausgewählte Projektion eine Kopie des Shapefiles mit
entsprechender PRJ-Datei erstellt. Der GIS-Anwender muss nun die erstellten Kopien in sein
GIS-Projekt laden und entscheidet nach visueller Prüfung über die richtige Projektion.
Nach Darstellung der Lösung werden im Detail vorhandene Problembereiche präsentiert. Dabei
wird vor allem auf den Unterschied zwischen geographischen und projizierten Koordinaten
eingegangen. In diesem Zusammenhang werden auch Projektionen, welche unterschiedliche
Referenzellipsoide (z.B. UTM 32 N : WGS84 und ETRS98) verwenden, in Fallbeispielen
diskutiert.
Abschließend werden Ausbaumöglichkeiten und Alternativen wie eine reine Desktopanwendung
dargestellt.
Das GIS-Tool SHAPEFILE PROJECTIONFINDER wird als Lösungsvorschlag in
Zusammenhang mit Geodaten und unbekannter Projektion präsentiert.
Zielgruppe dieses Programms sind vor allem Anwender, die mit geringen Fachkenntnissen zu
Koordinatensystemen ohne Aufwand gelieferte Daten in GIS-Projekte lagerichtig integrieren
möchten.