Wie die russische Armee in von der Ukraine kontrollierten frontnahen Gebieten Drohnen-Jagd auf Zivilisten macht.
Nach der Befreiung von Cherson von russischen Besatzern am 11. November 2022 ist die Stadt noch lange nicht sicher geworden. Im Gegenteil, die Art der Bedrohung ändert sich ständig: Artillerie- und Mörserbeschuss, gelenkte Luftbomben und nun der massive Einsatz von Drohnen, insbesondere solche, die über Glasfaserkabel gesteuert werden. Es ist wichtig, den Unterschied zu verdeutlichen: es geht nicht mehr nur um die Situationen, in denen sich eine Person versehentlich im Beschussgebiet wiederfinden könnte. Der Bediener einer FPV-Drohne sieht das Ziel und kann ein Auto, ein öffentliches Verkehrsmittel oder eine einzelne Person verfolgen. Das Leben in Cherson sieht so aus: tagsüber kann man nicht vielleicht ungestört auf der Straße gehen, und abends kann man zu Hause nicht einmal das Licht einschalten, weil das vom Drohnenpiloten gesehen werden und zu einem Angriff auf die eigene Wohnung führen könnte. Das Leben in Cherson ist ein Leben voll von Kontrasten: die Menschen öffnen trotzdem ihre Läden, verkaufen Blumen, kaufen Kaffee, arbeiten und helfen sich gegenseitig. Es werden die Bilder aus dem Leben während der Besatzung gezeigt. Eine Präsentation von Fotos von Oleksandr Kornyakov.
Die Geschichte von Cherson ist nicht nur die Geschichte einer Stadt, die besetzt und befreit wurde. Es ist die Geschichte der Stadt, für die die Befreiung nicht das Ende des Krieges bedeutete. In den fast vier Jahren seit der Befreiung haben sich die Waffen, das Ausmaß der Zerstörungen und die Regeln des Alltagslebens verändert. Doch das Wesentliche ist unverändert geblieben – die Menschen, die weiterhin leben, arbeiten, dokumentieren, anderen helfen und ein Teil ihrer Stadt bleiben.
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