Gigabit über zwei Drähte

Ein Praxisbericht zum G.fast-Ausbau bei NetCologne

Stefan Förster

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Köln gehört zu den wenigen deutschen Städten, in denen eine sehr aktive Stadtwerke-Tochter schon früh und großflächig mit dem Glasfaserausbau begonnen hat. Seit 2006 legt NetCologne Glasfaserleitungen direkt in die Keller ihrer Kunden (Fibre to the Building, FTTB) und stellt dort kompakte VDSL2-DSLAMs auf. Über die existierende Haus-Telefonverkabelung werden bis zu 100 Mbit/s symmetrisch per VDSL in die Wohnungen gebracht. Weniger Bandbreite zu erhalten als man bezahlt ist ein exklusives Problem der FTTC-Konkurrenz (Fibre to the Curb), die auf Outdoor-DSLAMs setzt und so signifikant längere Kabelwege in die Wohnungen überbrücken muss. Die Weiterentwicklung der im Internet angebotenen Inhalte und die steigenen Nutzerzahlen fordern jedoch weiterhin eine steigende Bandbreite. Während die Bundespolitik sich darauf einigt, dass 50 Mbit/s eigentlich ein ausreichend schneller Neuland-Zugang ist, wird anderorts überlegt, wie man ein Gigabit/s über zwei Kupferdrähte übertragen kann.
Seit Mitte des Jahres werden die ersten Kölner Testhaushalte mit G.fast ausgestattet. Die kurzen Kupfer-Kabelwege bei FTTB sind auch hier ein großer Vorteil und ermöglichen zumindest theoretisch eine Gesamtbandbreite von 1,8 Gigabit/s. Welche Besonderheiten verbergen sich hinter G.fast und welche Unterschiede gibt es zur VDSL2-Technik? Eine Antwort auf diese und weitere Fragen gibt uns der Nachrichtentechniker und Diplomingenieur Stefan Förster. Er hat die Historie der NetCologne aus erster Hand miterlebt -- seit 23 Jahren arbeitet er dort. Heute ist er als Gruppenleiter für Access- und Übertragungstechnik verantwortlich.

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