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npm install und plötzlich haftbar

Annika Niemann

Im September 2025 genügte eine einzige Phishing-Mail an einen npm-Maintainer, um binnen rund 16 Minuten Schadcode in 18 zentrale Pakete mit über 2 Milliarden Downloads pro Woche einzuschleusen. Wem können wir noch trauen, wenn wir gemeinsam an Open Source Software arbeiten? Der Cyber Resilience Act gibt darauf eine regulatorische Antwort, mit ersten Pflichten schon ab September 2026. Der Vortrag erklärt verständlich, was der CRA von Herstellern und der gesamten Lieferkette verlangt und was er konkret für Open Source Software bedeutet: die neue Rolle des Open-Source-Stewards und die Pflicht zur maschinenlesbaren Software-Stückliste (SBOM).

Eine Phishing-Mail, eine übernommene Maintainer-Identität, rund 16 Minuten bis zum verteilten Schadcode – und 2,5 Millioen Downloads betroffen:
Der npm-Vorfall um chalk und debug im September 2025 war nur einer von mehreren Lieferkettenangriffen dieses Jahres. Niemand hatte böse Absicht, alle haben einem Maintainer vertraut – und genau dieses Vertrauen wurde zur Schwachstelle. Das ist der Ausgangspunkt dieses Vortrags.

Die EU gibt mit dem Cyber Resilience Act (CRA) eine regulatorische Antwort auf die Frage, wem man in der Software-Lieferkette noch trauen kann. Ab dem 11. September 2026 greifen die ersten verbindlichen Pflichten, ab dem 11. Dezember 2027 gilt die Verordnung vollständig. Der Vortrag ordnet die Rechtslage verständlich ein – ganz ohne juristisches Vorwissen.

Im Einzelnen geht es um:


Zum Abschluss die offene Frage: Schafft der CRA tatsächlich Vertrauen? Und hätte er den Vorfall vom September 2025 überhaupt verhindert?

Für wen? Maintainer, Foundations und alle, die Open Source Software kommerziell einsetzen oder ausliefern. Es sind keine juristischen Vorkenntnisse nötig.

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