Thorsten Hell and Stefan Sander
Wir stellen ein Open-Source-Kooperationsmodell vor, in dem eine Stadtverwaltung aktiv an der Weiterentwicklung und Pflege ihrer Software beteiligt ist. Durch Git-Submodule, GitHub Actions und eine webbasierte IDE kann die Verwaltung eigenständig Hilfeseiten und Konfigurationen anpassen und Releases auslösen. Das Modell zeigt, wie öffentliche Auftraggeber digitale Souveränität gewinnen und Open Source nachhaltig in ihre Arbeitsprozesse integrieren können.
In diesem Vortrag zeigen wir ein praxisbewährtes Modell gemeinsamer Open-Source-Entwicklung zwischen einer Stadtverwaltung und einem Entwicklungsteam. Ziel war es, die Verwaltung in die Lage zu versetzen, ihre Softwarekomponenten, etwa Hilfeseiten, Konfigurationen und kleinere Module, eigenständig zu pflegen und zu veröffentlichen.
Technisch wurde dies durch Git-Submodule und automatisierte Workflows mit GitHub Actions realisiert. Eine webbasierte IDE ermöglicht den Mitarbeitenden der Verwaltung, Änderungen ohne lokale Installation vorzunehmen. Durch dieses Setup können öffentliche Auftraggeber Releases selbst initiieren und ihre Anpassungen versionssicher in die Open-Source-Codebasis integrieren.
Der Vortrag behandelt:
• Entstehung und Hintergründe des Kooperationsmodells
• Technische Umsetzung mit Git-Submodules, GitHub Actions und webbasierter IDE
• Erfahrungen im täglichen Betrieb und Lessons Learned
• Perspektiven für nachhaltige und souveräne Open-Source-Entwicklung im öffentlichen Sektor
Das Beispiel zeigt, wie Verwaltungen Schritt für Schritt von Anwenderinnen und Anwendern zu Mitentwicklerinnen und Mitentwicklern werden. Ein wichtiger Beitrag zur digitalen Souveränität und zur Stärkung der Open-Source-Kultur in kommunalen Projekten.
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